aktueller Sport-Tipp
Mountainbiken an der ISAR
… mein Sport heisst SHORT TRACK
- wisst ihr bestimmt schon.
Das bedeutet: „Kamikaze in der Kurve“ (TZ: 17.2.06)
oder auch: mit einer Portion Spass, einer Hand auf dem Eis und mit gebogenen Kufen mit bis zu 50 km/h um ein enges Oval laufen!!
Mein Kindheitstraum: einmal bei Olympischen Winterspielen teilnehmen - mit hartem Training, Selbstbewußtsein, jeder Menge Unterstützer und ein wenig Glück, ging er 2006 in Turin in Erfüllung.
… zum Starten ein Bild anklicken
Hier seht Ihr ein paar Fotos von verschiedenen Wettkämpfen
Hier gibt es Fotos aus einem Höhentrainingslager in Livignio (ITA)
… in Arbeit
| Wettkampf | Platz | Ort | Disziplin |
|---|---|---|---|
| Olympische Winterspiele 2006 | 7 | Italien/Torino | Staffel |
| Europameisterschaft 2005 | 1 | Italien/Torino | Staffel |
| Europameisterschaft 2006 | 3 | Polen | Staffel |
| Europameisterschaft 2004 | 3 | Holland | Staffel |
| Juniorenweltmeisterschaft 2002 | 2 | Korea | Staffel |
| zweifacher Gewinner deutsche Short Track Bundesliga | Einzel | ||
| 6-facher Deutscher Meister Junioren | Einzel | ||
| deutscher Rekord | Japan | 1000 Meter (2001) | |
| Juniorenrekord | Österreich | 500m (2001) | |
los ging alles in meiner Grundschule - na ja eher sogar auf der Floßlände in Thalkirchen!
Hier lernte ich im Alter von ca. 3 Jahren das Schlittschuhlaufen.
Berner Grundschule
Als ich dann in die Grundschule kam, lernte ich lesen, schreiben und einmal pro Woche bei Direktor Rahner Eislaufen …
Leider musste gegen Ende der 3. Klasse der Schulsport seitens der Schule aufgegeben werden. Da ich aber sehr großen Spaß daran hatte, wurde ich Mitglied im MEV (Münchner Eislaufverein) und begann dort mit dem Eisschnelllauf.
Eisschnelllauf & Olympia
Da das Training im Ostparkstadion stattfand (ein ziemlich weiter Weg aus dem Münchner Süden) trainierte ich auch einmal pro Woche im Westparkstadion.
Als ich 9 Jahre alt, war wurde auch im Olympia Eisstadion Training angeboten - ein Mix aus Eisschnelllauf und Short Track.
Da das Olympia besser zu erreichen war und mir Short Track mehr und mehr gefiel, trainierte ich immer öfter dort.
Nach dem Wechsel auf das Thomas-Mann-Gymnasium trainierte ich fast ausschließlich im Olympia (2x/Woche) und einmal im Westparkstadion.
Da Short Track in München so gut wie unbekannt war bestritt ich weiterhin (erfolgreich) Eisschnelllaufwettkämpfe.
1995 nahm ich an meinem ersten großen Short Track Wettkampf teil - der Deutschen Meisterschaft für Junioren.
Als jüngster Teilnehmer wurde ich 6. - es gab damals keine „jüngere Klasse“, so dass die Altersklasse bis 16. Jahre ging.
Juniorenolympia - Junioren WM
Im März 1999 also mit 14 Jahren qualifizierte ich mich in Dresden für die Juniorenolympiade.
Ein Sturz im selben Wettkampf (in Dresden) verhinderte aber meine Teilnahme - dreifacher Bänderriss.
Nachdem ich dann den Rest der Saison pausieren musste - was mir sehr sehr schwer viel, war ich zu Beginn der neuen Saison umso mehr motiviert.
Zu meinem eigenen Erstaunen qualifizierte ich mich (wieder in Dresden) im Dezember 1999 für die Juniorenweltmeisterschaft - diesmal ohne Sturz.
So nahm ich mit 15 Jahren an meiner ersten (von 4) Juniorenweltmeisterschaft teil. - Das Ergebnis war eher bescheiden, aber eine schöne Erfahrung und ein unvergessliches Erlebnis!
Zu diesem Zeitpunkt trainierte ich ca. 5-6mal/Woche.
Drei Jahre später hatte ich meinen größten JWM Erfolg - der dritte Staffelplatz in Südkorea (zusammen mit S. Hoffmann und A. Hartiwg).
World Cup's - Europameisterschaft
Mein persönlich größter Erfolg - neben der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2006, war das Staffelgold bei der Europameisterschaft in Turin 2005 - das erste EM Gold einer deutschen Short Track Nationalmannschaft.
… in Arbeit
Olympische Winterspiele 2006 Turin
… in Arbeit
Short Track entwickelte sich aus dem sogenannten Pack Style Skating des Eisschnelllaufes. Dabei starteten mehrere Läufer gleichzeitig auf einem abgesteckten Kurs, wobei zur Ermittlung des Siegers das KO - System angewandt wurde. Nachdem bei den Olympischen Spielen 1932 in Lake Placid die Amerikaner in einem Rennen eine Mauer errichteten, so dass kein Europäer überholen konnte, entstand durch eine Regeländerung der uns heute bekannte Eisschnelllauf, bei dem jeder Läufer seine eigene Bahn hat.
Dem Sport wurde damit aber einiges an Spannung entzogen und daher beschlossen ein paar Sportler das Pack Style Skating beizubehalten.
Die Sportart „Short Track“ war als eigene internationale Wettkampfdisziplin geboren!
Angeblich wurden schon seit 1909 Short Track Wettkämpfe in Nordamerika bestritten. Sicher belegt sind aber die Ursprünge ab 1930 in Großritannien, Belgien und natürlich Nordamerika. In dieser Zeit fanden einige Clubwettbewerbe statt, die in den fünfziger Jahren immer mehr Zulauf bekamen. Dazu trug auch die Unabhängigkeit von Witterungseinflüssen bei, da im Gegensatz zum OutdoorEisschnelllauf die Wettkämpfe in der Eishockeyhalle stattfanden. Mit der Normung, unter anderem einer 111m langen, ovalen Bahn, kam dann der endgültige Durchbruch der Sportart und wurde offiziell als „Short Track Speedskating“ benannt.
Einen weiteren Meilenstein erreichte Short Track 1981 durch die erste Weltmeisterschaft in Frankreich und 1988 mit der Aufnahme ins Demonstrationsprogramm der Olympischen Spiele von Calgary. Bei den darauf folgenden Olympischen Spielen von Albertville (Frankreich) war „Short Track“ fest ins Olympische Programm aufgenommen. Gestartet wurde über die Distanzen 500m und 1000m. In weiteren internationalen Wettbewerben kamen die Staffelläufe hinzu. Die Popularität von Short Track entwickelte sich vor allem in Asien und Nordamerika rasend schnell, so dass bei den Spielen 2002 in Salt Lake City zusätzlich die 1500m Strecke gelaufen werden durfte.
Bei Olympischen Spielen (s.Foto) zählt Short Track inzwischen zu den populärsten Sportarten, neben Icehockey und Eiskunstlauf. - Es wäre schön, wenn deutsche Medien dies beachten würden.
In einem Rennen treten 4 - 6 Läufer auf dem abgesteckten Oval gegeneinander an.
Sie müssen sich zum Start nebeneinander, an vorgegebenen Punkten, platzieren.
Für die nächst höhere Runde qualifizieren sich meist nur die zwei Erstplazierten.
Gelaufen werden die drei Einzelstrecken 500m, 1000m und 1500m, sowie für die besten 8 Platzierten (nahe den drei Einzellstrecken) das 3000m Superfinale.
Als Teamwettbewerb gibt es die 3000m Staffel für die Damen und die 5000m Staffel für die Herren.
Zur Ausrüstung gehören natürlich spezielle Schlittschuhe
mit ca. 50cm langen Schienen.
Aber ebenso unverzichtbar ist die komplette persönliche Schutzausrüstung, bestehend aus Helm, Halskrause, Schienbeinschoner, schnittfester Unterwäsche und Handschuhen.
Ein eng anliegender Rennanzug sorgt für geringen Luftwiderstand.